Erreichung eines EBIT-Ziels von 5 % durch systematische Identifikation und Eliminierung von Kostentreibern nach Übernahme mehrerer Produktionswerke für einen international tätigen Lebensmittelkonzern

Das Unternehmen: International tätiger Lebensmittelkonzern

Branche: Lebensmittelindustrie / Speiseeisproduktion

Umsatz: 500 Mio. EUR (Produktionsverbund)

Mitarbeiter: 1.000 Mitarbeitende an mehreren Standorten

Situation beim Auftraggeber: 

  • Im Zuge der Übernahme in einer Insolvenz und Integration mehrerer Produktionswerke bestand erheblicher Handlungsbedarf hinsichtlich Transparenz, Kostenstruktur, Energieverbrauch und operativer Performance.
  • Die Werke arbeiteten mit unterschiedlichen Systemen, Reportingstrukturen und Kostenansätzen.
  • Es fehlte eine einheitliche Kennzahlenbasis zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit einzelner Standorte, Linien und Produkte.
  • Ziel war es, kurzfristig Transparenz zu schaffen, Kostentreiber systematisch zu identifizieren und nachhaltige Ergebnisverbesserungen umzusetzen.

Unternehmenssitz: Deutschland

Das Mandat: Bereichsleiter Werkscontrolling

Zeitraum: 17 Monate

Verantwortungsbereich:

  • Aufbau und Leitung des Werkscontrollings für sechs Produktionsstandorte
  • Disziplinarische und fachliche Führung von 7 Mitarbeitenden
  • Standortübergreifende Budgetverantwortung im zweistelligen Millionenbereich (OPEX/CAPEX)

Auftrag: 

Erreichung einer nachhaltigen EBIT-Marge von 5 % durch:

  • Identifikation wesentlicher Kostentreiber
  • Entwicklung eines strukturierten Maßnahmenprogramms, Umsetzung Einspar- und Effizienzmaßnahmen
  • Einführung eines kennzahlenbasierten Steuerungssystems
  • Aufbau des Werkscontrolling für 7 Standorte, Besetzung der offenen Stellen
  • Einführung eines Energiemanagementsystems für die übernommenen Standorte, Integration in das Energiemanagementsystems

Maßnahmen:

  • Vollständige Analyse der Kostenstruktur aller sechs Werke
  • Transparente Zuordnung von Energie-, Personal- und Prozesskosten auf Linien- und Produktebene
  • Einführung eines standortübergreifenden KPI-Dashboards
  • Implementierung eines integrierten OPEX- und CAPEX-Controllings
  • Einführung eines Energiemanagementsystems (ISO 50001)
  • Aufbau schichtgenauer BDE-/MDE-Datentransparenz
  • Identifikation, Priorisierung und Steuerung von über 200 Einzelmaßnahmen
  • Einführung regelmäßiger Performance-Reviews mit Werkleitung und Geschäftsführung
  • Aufbau einer Maßnahmenverfolgung mit klarer Verantwortlichkeit

Erfolge:

  • Erreichung des strategischen EBIT-Ziels von 5 %
  • Identifikation u. Realisierung von Ergebnisverbesserungen i.H.v. 6 Mio. € durch Analysen und Maßnahmen
  • Einsparungen im einstelligen Millionenbereich im Energiemanagement
  • Nachhaltige Senkung struktureller Kosten
  • Deutliche Steigerung der Ergebnis-Transparenz
  • Einführung einer kennzahlenbasierten Performance-Kultur
  • Nachhaltige Verbesserung der operativen Steuerungsfähigkeit über alle Werke
  • Produktionsoptimierung durch Verlagerung gleicher Produkte auf die jeweils kosteneffizienteste Linie

Strategischer Mehrwert für zukünftige Auftraggeber

  • Schnelle Herstellung von Transparenz in komplexen Produktionsverbünden
  • Systematische Identifikation von EBIT-Hebeln
  • Strukturierte Umsetzung statt reiner Analyse
  • Verbindung von Controlling, Technik und Produktion
  • Messbare Ergebnisverbesserung im Millionenbereich

Besondere Herausforderungen: 

  • Unterschiedliche Strukturen und Kulturen nach der Übernahme: Die Werke arbeiteten historisch gewachsen mit unterschiedlichen Organisationsstrukturen, Führungsstilen und Kennzahlensystemen. Eine Vergleichbarkeit war zunächst kaum gegeben.
  • Fehlende Transparenz und heterogene Datenbasis: Kosten, Energieverbräuche und Leistungskennzahlen waren nicht einheitlich erfasst oder nur eingeschränkt auswertbar. Die erste Herausforderung bestand darin, belastbare Daten zu schaffen.
  • Hoher Ergebnisdruck (EBIT-Ziel 5 %): Die Ergebnisverbesserung war strategisch vorgegeben und zeitkritisch. Maßnahmen mussten schnell wirken, ohne die Produktionsstabilität oder Lieferfähigkeit zu gefährden.
  • Widerstände gegen Transparenz und Vergleichbarkeit: Die Einführung eines standortübergreifenden KPI-Systems führte anfänglich zu Vorbehalten, da Transparenz auch Leistungsunterschiede sichtbar machte.
  • Parallel laufende Integrations- und Restrukturierungsmaßnahmen: Neben der Kostentransformation liefen organisatorische Anpassungen und Integrationsprozesse, was zusätzliche Abstimmungs- und Kommunikationsaufwände erforderte.
  • Balance zwischen kurzfristigen Einsparungen und langfristiger Wettbewerbsfähigkeit: Es galt, schnelle Kosteneffekte zu realisieren, ohne notwendige Investitionen oder strategische Zukunftsprojekte zu blockieren.

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